Fragen zum Thema EHEC

 

Groß ist die Verunsicherung und das Informationsbedürfnis zum Thema des todbringenden Erregers. So erreichten uns unzählige E-Mails, mit der Bitte um unseren fachmännischen Rat. Erst einmal: Vielen Dank, für das in uns gesetzte Vertrauen! Leider ist es uns nicht möglich, alle Anfragen auch persönlich zu beantworten. Deswegen haben wir  hier nur einige der am häufigsten gestellten Fragen herausgegriffen. Wir bitten um Verständnis.

  • „Woran erkenne ich eine spanische Gurke?“
  • Ganz einfach, die Gurke heißt Pepinillo.
  • „Darf ich die Sitzheizung in meinem Auto noch benutzen oder würden die hohen Temperaturen das Wachstum eventuell vorhandener EHEC- Darmkeime  noch beschleunigen?“
  • Ja, sie dürfen. Die Heizung sollte allerdings wenigstens 10 Minuten bei 70°C in Betrieb sein.
  • „Meine Frau isst weiterhin völlig bedenkenlos ihren Salat. Darf ich mit ihr überhaupt noch intim werden?“
  • Hier ist es nicht möglich, eine pauschale Antwort zu geben. Eine gründliche Desinfektion der Kontaktflächen, wäre aber sicher nicht von Nachteil.
  • „Darf ich mich in öffentlichen Verkehrsmitteln noch hinsetzen?“
  • Hiervon ist generell abzuraten. Unabhängig einer potentiellen EHEC-Gefahr.
  • „Welche Nahrungsmittel sind eigentlich noch sicher?“
  • Bier, da der Erreger in Alkohol abstirbt. Auch Fischkonserven bis zum Produktionsjahr 1967 gelten nach unserem derzeitigen Kenntnisstand als sicher.
  • „Ist nicht beim Verzicht auf Obst und Gemüse die Gefahr an Skorbut zu sterben höher einzuschätzen, als das lächerlich geringe EHEC-Infektionsrisiko?“
  • Hierzu liegen leider keine aktuellen Studien vor.
  • „Gibt es eine wirksame Prophylaxe?“
  • Wir empfehlen Sitzbäder, zum Beispiel im Abklingbecken von Fukushima. Das warme, leicht radioaktive Wasser, mobilisiert Darmflora und Abwehrkräfte gleichermaßen.
  • „Gibt es einen Schnelltest und falls ja, wo kann ich den durchführen lassen?“
  • Ja, den gibt es. Doch derzeit haben die Labors alle Hände voll zu tun. Sie können aber ihre Stuhlproben an die Redaktionen der Boulevardmagazine schicken. Dort wird man sich sicher liebend gern ihrer Sache annehmen!

12 Kommentare zu Fragen zum Thema EHEC

  1. Danke für die Aufklärung Veith. Das gibt mir wieder einigermaßen Halt im Leben. Warum können die Stadtverwaltungen sowas nicht als Flugblatt verteilen?

  2. Als ich „EHEC“ das erste Mal laß, dachte ich, die Bahn hat ’ne neue Zugart eingeführt…
    Aber nuja, Deutsche Bahn und Durchfall – sooo’n großer Unterschied is‘ da nich‘!!!

  3. avatar Defätist // 2. Juni 2011 um 16:50 //

    Doch, der Durchfall ist pünktlicher.

  4. avatar Kassberger // 2. Juni 2011 um 21:23 //

    Bezüglich einer Erbtante möchte ich gern wissen,
    wie viel Tomaten sie einnehmen sollte.

  5. genial. hat mich inspiriert, heute noch in meinem blog ebenfalls ehec-fragen zu beantworten. bislang kamen allerdings nur fragen von fdp-lern rein.
    drei deiner fragen werde ich ebenfalls aufführen, selbstverständlich mit grillratte-verweis und link.

  6. Aufklärung ist dringend notwendig. Die EHEC-Pandemie stellt mit ihrer horrenden Infektions- und Mortalitätsrate selbst die Spanische Grippe in den Schatten!

  7. at veith: genau, wenn man bedenkt, 17 ehec-tote in deutschland in zwei wochen, da bringt es die normale grippe nur gerade auf 560 tote in der gleichen zeit.

  8. Ja, Aufklärung tut not. Vielen Dank für Ihre bisher geleiste Arbeit!
    Sollten in meiner Praxis Fragen zu EHEC gestellt werden, werde ich Sie empfehlen.

  9. avatar Schweinegrippe // 6. Juni 2011 um 15:18 //

    Leute, esst einfach nichts mehr, was nen Schatten wirft. Das ist EHECsicher!

  10. Ich hab‘ da noch ne Frage: Kann meine GURKE auch mit EHEC verseucht sein, oder vertragen sich Tripper und EHEC nicht?

  11. die Rindviecher haben schon dafür gesorgt, dass die ganze Kacke der Welt dermaßen am Dampfen ist, dass dir das echt an die Nieren gehen muß!
    So sehr dass sich mancher nie mehr davon erholt….

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